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Der kleine Ortsbezirk Pfalzel liegt nordöstlich der Trierer Innenstadt direkt am linken Ufer der Mosel. Der Ortskern bildet ein historisches Kleinod, das neben den berühmten baugeschichtlichen Schätzen in Trier leider viel zu oft unbeachtet bleibt. Pfalzel bewahrt in seinem Ortsgrundriss und im Baubestand alle Elemente, die den Besucher die kontinuierliche Besiedlung seit der Spätantike und das Wachstum durch die Jahrhunderte erleben lassen. Rund um die römische Palastanlage, die Stiftskirche und die bischöfliche Burg sind die Straßen und romantischen Gässchen gesäumt von Häusern, die die Vielfalt der Baustile von der Renaissancezeit bis heute veranschaulichen. Unverwechselbar ist die Wallmauer mit einst sechs mächtigen Bastionen, von denen heute vor allem die Moselbastion noch sehr gut erhalten ist

Ähnlich wie der gegenüberliegende Ortsbezirk Ruwer liegt Pfalzel im Hochwassergebiet der Mosel. Seit einigen Jahren schützt ein mobiler Hochwasserschutz, der vom Spätherbst bis zum Frühjahr installiert wird, die Häuser an der Mosel bis zu einem Pegel von über elf Metern.

Die Einwohner von Pfalzel genießen die Gemeinschaft. Die Vereine helfen einander so gut es nur geht, um das leben im Ort schöner zu gestalten.

Ganz im Norden von Trier liegt der Stadtteil Pfalzel. Wie schon der Name verrät, der sich von "Palatiolum" (kleiner Palast) herleitet, waren es spätrömische Kaiser, die diesen festungsartigen Palast an strategisch günstiger Stelle nur wenige Kilometer unterhalb der Stadt in der Nähe einer jüngst entdeckten zweiten römischen Brücke errichten ließen. Im Mittelalter wurden Teile der Palastruine als Wände für eine Klosterkirche (später Stiftskirche), für Keller, Scheunen und Häuser genutzt.

Noch heute sind die römischen Überreste in bis zu zwei Stockwerken Höhe in mehreren Gebäuden erhalten; das Pfarrhaus z. B. besteht aus zwei gotischen und zwei römischen Mauern. Ein hübscher Weg nach Pfalzel führt über die Mosel (30 Minuten mit dem Schiff). Die Anlegestelle liegt direkt außerhalb der Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert. Von hier aus gelangt man über kurze idyllische Wege unter anderem zur Kirche (römische Mauern, römischer Mosaikfußboden, römischer Marmorfußboden), zum Pfarrhaus, zum Tor der erzbischöflichen Burg sowie zum Verwaltungszentrum des 16. Jahrhunderts. Alles ist in eine Kette von malerischen Häusern gefaßt. Bei der Anlegestelle befindet sich ein Café, das teilweise in den alten Kreuzgang des Stifts eingebaut ist.